Sitzungsbericht vom 20.03.2025
Rathaus Löchgau: Vorstellung der Untersuchungsergebnisse zur energetischen Sanierung und des Dachgeschossausbaus vom Altbau
Aus der Sitzung des Gemeinderates am 20. März 2025
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Rathaus Löchgau: Vorstellung der Untersuchungsergebnisse zur energetischen Sanierung und des Dachgeschossausbaus vom Altbau
Im vergangenen Jahr wurde die Gemeinde Löchgau vom Landessanierungsprogramm in das Bund-Länder-Programm Sozialer Zusammenhalt überführt. Damit einhergehend ging auch die Verlängerung des Bewilligungszeitraums, wodurch eine weitere Perspektive in der bislang erfolgreichen Ortskernsanierung gegeben ist. Nun gilt es, neben den bereits auf den Weg gebrachten Projekten, die Möglichkeiten und Fördermöglichkeiten der Ortskernsanierung im verbleibenden Zeitraum bestmöglich zu nutzen.
Aus Sicht der Verwaltung kommt dabei neben der Weiterentwicklung der Ortsmitte auch der Instandsetzung der bestehenden Infrastruktur ein bedeutendes Gewicht zu. Dabei kommt dem Rathaus ein besonderes Augenmerk zu. Entsprechend dem Energieaudit wird für das Rathaus eine energetische Sanierung empfohlen. Ergänzend zur Förderung der energetischen Maßnahmen durch die KfW wären insbesondere Förderungen aus der Ortskernsanierung (voraussichtlich ca. 50%) lukrativ und würde die Wirtschaftlichkeit maßgeblich verbessern. Bei entsprechender Beschlussfassung würde eine Förderanfrage im Vorfeld der weiteren Planungen beim Regierungspräsidium gestellt. Aus diesem Grund wurde das Büro AeDis mit einer gebäudespezifischen Energieberatung beauftragt.
In der Energieberatung wurden modular aufbauende Maßnahmen aufgezeigt. Zunächst wird eine Innendämmung der Außenwand des Altbaus empfohlen. Damit einhergehend wäre eine Dämmung des obersten Geschosses im Altbau sinnvoll. Diese beiden Maßnahmen werden entsprechend der Kostenschätzung auf rund 227.000 Euro taxiert und deren Wirtschaftlichkeit nähert sich bei entsprechender Förderung aus der Ortskernsanierung einer schwarzen Null.
Für den Anbau samt Treppenhaus kommen eine Außendämmung sowie ein Austausch der Verglasung in Betracht. Die Maßnahmen sind an sich trotz Förderung nicht wirtschaftlich. Insbesondere die Verglasung (vor allem im Treppenhaus) dürfte jedoch ohnehin in einigen Jahren anfallen.
Die Wirtschaftlichkeit der energetischen Maßnahmen würde sich ohne Fördermittel aus der Ortskernsanierung maßgeblich verschlechtern. Deshalb wird, auch angesichts der Zielsetzungen zur klimaneutralen Kommunalverwaltung und des Energieaudits, empfohlen, auch die energetische Sanierung des Anbaus weiterzuverfolgen.
Im Rahmen der Energieberatung kam angesichts inzwischen begrenzter Raumkapazitäten auch der Gedanke auf, einen Ausbau des Dachgeschosses prüfen zu lassen. In den vergangenen Jahren wurden bereits sämtliche Kapazitäten durch kleinere Umbaumaßnahmen ausgeschöpft. Derzeit bestehen im Rathaus keine freien Bürokapazitäten.
Nehmen die beiden in Elternzeit befindlichen Mitarbeiterinnen ihre Tätigkeit wieder auf, so fehlt bislang ein Arbeitsplatz. Auch verfügt ein Büro derzeit nicht über einen eigenen Zugang und muss durch ein anderes Büro erreicht werden.
In einem zweiten Schritt wurde deshalb der Ausbau des Dachgeschosses zur Gewinnung weiterer Büros geprüft. Auch hier käme eine erhöhte Förderung aus der Ortskernsanierung in Betracht, weshalb eine Umsetzung im Rahmen der Ortskernsanierung interessant wäre. Im Ergebnis können weitere Räumlichkeiten gewonnen werden, wofür ein Kostenaufwand von rund 860T Euro geschätzt wird. Auch hier können Fördermittel von rund 50% vorgesehen werden. Beim Ausbau des Dachgeschosses ist auch eine ohnehin in absehbarer Zeit anstehende Sanierung des Daches mit rund 193.000 Euro enthalten. Auch würde die Dämmung des obersten Dachgeschosses als energetische Maßnahmen (rund 29.000 Euro) in Folge der Dämmung des Daches im Rahmen des Dachgeschossausbaus entfallen. Um für die Schaffung weiterer Bürokapazitäten Fördermittel aus der Ortskernsanierung generieren zu können, wäre es deshalb überlegenswert, das Dachgeschoss im Zusammenhang mit einer energetischen Sanierung auszubauen.
Die Verwaltung wurde einstimmig beauftragt, die energetische Sanierung des Rathauses (Altbau + Anbau) weiterzuverfolgen, den Ausbau des Dachgeschosses weiterzuverfolgen und jeweils eine Förderanfrage bei der Ortskernsanierung vorzunehmen.
Gemeindehalle: Erneuerung der Möblierung
Die Möblierung der Gemeindehalle ist sichtbar in die Jahre gekommen und macht bei der Bürgerschaft keinen guten Eindruck mehr. Aus diesem Grund soll die Möblierung überarbeitet und/oder erneuert werden. Es geht um: 82 Tische und 600 Stühle Die Verwaltung schlug folgende Vorgehensweisen vor: Tische
1.1. Überarbeitung der Tische. Diese erhalten neue Tischplatten. Die Kanten werden geschliffen und lackiert. Die Gestelle werden wiederverwendet.Kosten: 23.500,- €Die Möblierung der Gemeindehalle ist sichtbar in die Jahre gekommen und macht keinen guten Eindruck mehr. Aus diesem Grund soll die Möblierung überarbeitet und/oder erneuert werden. alternativ 1.2. Kauf neuer Tische: Optisch und qualitativ wie die vorhandenen.Kosten: 34.500,- € Stühle
2.1. Überarbeitung der Stühle: Rücken und Sitzfläche neu polstern und beziehen. Holzschale und Chromgestell wird wiederverwendet. Holzschalen weisen dem Alter entsprechende Gebrauchsspuren auf und müssten zusätzlich von einem Schreiner aufgearbeitet werden.Der Stoff soll farblich ähnlich dem Sitzungssaal gewählt werden – schwarz-grau-meliert.Kosten: 71.000,- € Info: Es liegen Angebote mit Preisen zwischen 71.000 Euro bis 139.500 Euro vor. alternativ 2.2. Beschaffung neuer Stühle a) Modell 1, Balanto:
Einfache Ausführung, durchgängige Sitzschalte, qualitativ wie die vorhandenen Stühle. Nur Rückenpolster: 64.000,- € Mit Sitz- und Rückenpolster: 78.000,- € b) Modell 2, VLEGS:
Stabilere, modernere, hochwertigere Ausführung, mit abgesetzter Sitzschale. Nur Rückenpolster: 149.000,- € Mit Sitz- und Rückenpolster 163.500,- € Alle genannten Preise sind Bruttopreise inkl. MwSt Der Stoff soll farblich ähnlich dem Sitzungssaal gewählt werden – schwarz-grau-meliert. Je nach Stoffqualität, Aufpreis bis 10% zum genannten Grundpreis (Qualität wie aktuelle Stühle). Musterstühle wurden für die Sitzung bereitgestellt und in der Gemeindehalle bemustert. Die Mehrheit des Gemeinderates beschloss, die vorhandenen 82 Tische mit der Tischplattenoberfläche „Botticino“ überarbeiten zu lassen und den Kauf des Stuhlmodells „Balanto“ mit Sitz und Rückenpolster in anthrazit mit höherer Stoffqualität.
Neubau Ärztehaus mit Tiefgarage auf dem Parkplatz Nonnengasse
- Vergabe weiterer Gewerke (Schlosserarbeiten)
Bereits seit geraumer Zeit befasst sich die Gemeinde Löchgau mit dem Neubau eines Ärztehauses samt Tiefgarage auf dem Parkplatz Nonnengasse in der Löchgauer Ortsmitte. Hierfür wurde der Grundsatzbeschluss zur Errichtung des neuen Gebäudes samt Tiefgarage und Platzgestaltung in der Sitzung am 24. November 2022 vom Gemeinderat gefasst. Auf die entsprechenden Vorlagen und Sachvorträge im Gremium wird verwiesen. Aktuell befindet sich der Rohbau in vollem Gange und soll noch im März 2025 fertiggestellt werden. Deshalb wurden von den maßnahmenbegleitenden Architektur- und Ingenieurbüros weitere Ausschreibungen vorbereitet und an die interessierten Fachfirmen versendet. Der Vergabevorschlag samt dazugehörigem Preisspiegel des Gewerks sind der Vorlage beigefügt. Günstigster Bieter beim Gewerk Schlosserarbeiten ist die Firma Brenner Metallbau aus Schwaigern zum Angebotspreis von brutto 92.642,69 € (Kostenberechnung 83,4 T€).Die Maßnahme wird in Bauherrengemeinschaft der Gemeinde Löchgau und der Gemeinde Löchgau Immobilien- + Verwaltungs-GmbH durchgeführt. Die Vergabe an den jeweils günstigsten Bieter wird von Seiten der baubegleitenden Büros empfohlen. Die Gemeindeverwaltung sowie die Gesellschafterversammlung der gemeindeeigenen Immobilien-GmbH wurde vom Gemeinderat einstimmig ermächtigt, die Ausführung der Schlosserarbeiten analog der Vergabeempfehlung des Architekturbüros KMB an die Firma Brenner Metallbau aus Schwaigern zum Angebotspreis von brutto 92.642,69 € zu vergeben.
Bauvorhaben Areal Krone in Löchgau - Vergabe Gewerke Laubengang
Bereits seit geraumer Zeit befasst sich die Gemeinde Löchgau mit der Umgestaltung des Areals Krone in der Löchgauer Ortsmitte. Auf die entsprechenden Vorlagen und Sachvorträge im Gremium wird verwiesen. In einem ersten Schritt steht ab Frühjahr 2025 die Herstellung des Laubengangs sowie die Nutzbarmachung des Gewölbekellers an. Daneben wird auch die marode Kühlzelle der Gaststätte erneuert. Die Maßnahme soll ab April beginnen und in zwei Abschnitten bis zum Ende des Jahres durchgeführt werden. Dazwischen wird eine Baupause liegen, damit die Außenbewirtung der Gaststätte Krone über den Sommer hinweg mit so wenig Einschränkungen wie möglich stattfinden kann. Zur Umsetzung der Baumaßnahme wurden vom maßnahmenbegleitenden Architekturbüro engelhard.eggler.architektur aus Besigheim diverse Ausschreibungen vorbereitet und an die interessierten Fachfirmen versendet. Die Vergabeempfehlungen der einzelnen Gewerke sind der Vorlage beigefügt. Günstigster Anbieter beim Gewerk Rohbauarbeiten ist die Firma EHT Bauunternehmung GmbH aus Freudental zum Angebotspreis von brutto 105.274,5 € (Kostenberechnung 99,2 T€). Beim Gewerk Stahl- und Metallbauarbeiten ist die Firma Schmidt Metall- und Stahlbau aus Besigheim zum Angebotspreis von brutto 80.194,10 € (Kostenberechnung 109,4 T€) der günstigste Anbieter.
Beim Gewerk Zimmererarbeiten hat die Firma „Die Holzmeister“ aus Benningen zum Angebotspreis von brutto 65.332,14 € (Kostenberechnung 59,9 T€) am wirtschaftlichsten abgegeben. Günstigster Bieter beim Gewerk Außenanlagen ist die Firma Alber Gartengestaltung aus Walheim zum Angebotspreis von brutto 45.428,25 € (Kostenberechnung 39,4 T€). Daneben erhält im Rahmen der Vergabezuständigkeit seitens der Verwaltung bei den Gerüstarbeiten die Fa. IBEK aus Vaihingen sowie bei den Malerarbeiten die Fa. Baldedaj aus Löchgau den Zuschlag als jeweils günstigster Anbieter. Die Vergabe an den jeweils günstigsten Bieter wird von Seiten des Architekturbüros e.e.a. empfohlen. Die Gemeindeverwaltung wurde ermächtigt analog der Vergabeempfehlung des Architekturbüros e.e.a, die Rohbauarbeiten an die Firma EHT Bauunternehmung GmbH aus Freudental zum Angebotspreis von brutto 105.274,54 € zu vergeben, die Stahl- und Metallbauarbeiten an die Firma Schmidt Metall- und Stahlbau aus Besigheim zum Angebotspreis von brutto 80.194,10 € zu vergeben, die Zimmererarbeiten an die Firma „Die Holzmeister“ aus Benningen zum Angebotspreis von brutto 65.332,14 € zu vergeben und das Gewerk Außenanlagen an die Firma Alber Gartengestaltung aus Walheim zum Angebotspreis von brutto 45.428,25 € zu vergeben.
Bestellung von Frau Svenja Streicher zur Standesbeamtin
Die Gemeinde hat für den Standesamtsbezirk Standesbeamte in der erforderlichen Anzahl zu bestellen. Bisher wurden für die Wahrnehmung der Aufgaben des Standesamtes vier Standesbeamten bestellt. Die Beschäftigten Petra Geisler und Sabine Fischer sind sogenannte Vollstandesbeamtinnen mit entsprechender Fortbildung in Form der vorgeschriebenen Seminare.Bürgermeister Robert Feil wurde mit Wirkung ab 12. April 2013 zum Eheschlie-ßungsstandesbeamten bestellt und Hauptamtsleitung Frau Deborah Wytrych wurde mit Wirkung ab 27. Oktober 2023 zur Eheschließungsstandesbeamtin bestellt.Nach § 1 Abs. 4 Ziff. 3 der Verordnung des Innenministeriums zur Durchführung des Personenstandsgesetzes (PStG DVO) können Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften andere geeignete Bedienstete oder ehemalige Bedienstete der Gemeinde zu Eheschließungsstandesbeamten für ihren Zuständigkeitsbereich bestellen. Dies trifft bei der Stelle der stellvertretenden Hauptamtsleiterin zu. Frau Svenja Streicher wurde mit Wirkung vom 21. März 2025 zur Eheschließungsstandesbeamtin für den Standesamtsbezirk Löchgau bestellt.
Sonstiges
Die Verwaltung informierte den Gemeinderat, dass es beim Glasfaserausbau aufgrund der Integration neuer Geschäftseinheiten bei der UGG zu Verzögerungen kommt. Der Gemeinderat wird weiterhin auf dem Laufenden gehalten.